Copenhagen Fashion Week A/W 20/21: Photodiary

A dream came true! – Nach einer super erfolgreichen Fashion Week in Berlin bin ich relativ spontan 10 Tage später zur Copenhagen Fashion Week gefahren. Mich hat Berlin mit so viel positiver Energie erfüllt – habe tolle Kontakte kennengelernt und auch als Redakteurin super performen können. Und von dieser Energie erfüllt, konnte ich es mir nicht nehmen lassen, einmal etwas Neues zu probieren, einen Schritt weiter zu gehen: International. Seit einigen Saisons, aber auch hauptsächlich seit meinem ersten Besuch in Kopenhagen letzten Sommer, ist es ein Traum gewesen, auch dort die Fashion Week besuchen zu können. Glücklicherweise hat alles funktioniert und ich konnte auch dort als Journalistin arbeiten.

Insgesamt waren es 2 wunderschöne Tage. Die dänische Modeszene hat sich so anders angefühlt, als die Deutsche. Jeder war super nett und höflich, es war leichter mit Leuten ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig finde ich Kopenhagen und aber auch den skandinavischen Style so ästhetisch und schön – habe richtig viele Outfit Inspirationen für mich sammeln können. Andererseits ist auch die Szene dort kleiner, das heißt auf fast jedem Event oder Show hat man oftmals die gleichen Gesichter gesehen, dadurch entstand direkt ein familiäres und heimeliges Gefühl.

Hier sind die erste Eindrücke als Art Photodiary zusammengefasst.

Personal: Jahresrückblick 2019

365 Tage sind um, weitere 365 Sonnenauf- und -untergänge. 8760 Stunden, 8760 gelebte Momente. Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um das Jahr zu reflektieren, es Revue passieren zu lassen. Es ist unglaublich viel passiert, ich habe mich weiterentwickelt, bin über mich hinausgewachsen und habe mich teilweise von den Tiefschlägen wieder erholt.

2019 war das Jahr, in dem ich endlich die Erkenntnis erreicht habe, eine meiner Passionen als Beruf umsetzen zu wollen. Alles begann mit der Fashion Week im Januar, darauf folgten meine erste Kurzgeschichte im März, mein Eintritt in den Presseverein, ein Wochenende voller Schreiben, Interviews und ein Journalismuskurs am LCF. Ich habe in keinem Jahr so viel veröffentlicht, wie in diesem: Auf Online Magazinen wie Fashion Street Berlin, aber auch in Print wie dem 5.18 Mag. Und seit Juli bin ich als Fashion Writer ebenso fester Bestandteil der Redaktion des Slae.Mags geworden.

2019 war das Jahr, in dem ich meine Lieblingsband wieder gesehen habe – und das gleich drei Mal! Ich habe mir dabei nicht nur die Seele aus dem Leib geschrien und die Füße wund getanzt, sondern auch wundervolle Freunde gefunden – Bandithoes 4 life! Neben den Pilots, habe ich aber auch viele andere Künstler gesehen, die schon lange auf meiner Bucketlist standen und war außerdem auf zwei Festivals.

2019 war das Jahr, in dem ich mich verliebt habe. Head over Heels, mit Schmetterlingen im Bauch, schwitzigen Händen und schlaflosen Nächten. Du hast mir gezeigt, wie wunderschön Liebe ist. Die Zeit hält an, wenn ich nur in deine Augen schaue. Wir sind ein Team. Ich war noch nie so glücklich. Es hat sich so sehr gelohnt, all die Angst abzustreifen und mit dir zu springen, alles zu geben. Ich trage jeden Moment mit dir ganz nah in meinem Herzen.

2019 war das Jahr, indem ich viele neue Orte erkundet habe. Wir haben Prag und Budapest unsicher gemacht. Ganz zu Beginn des Jahres habe ich einen Großteil meiner Freunde in England besucht und habe eine kleine Rundreise von Plymouth über Bristol nach Cambridge und schließlich London gemacht. War mehrfach in Frankreich, endlich wieder in Dänemark und habe auch die ein oder anderen Trips durch Deutschland gemacht.

Gleichzeitig war 2019 aber auch das Jahr, in dem meine mentale Gesundheit einen erneuten Tiefpunkt erreicht hat. Ich glaube, ich habe in keinem Jahr so viel geweint, mich oft so perspektivlos und antriebslos gefühlt. Meine Angst- und Stresszustände/-attaken sind zurück gekommen, obwohl ich eigentlich dachte, ich hätte diesen Abschnitt längst hinter mir gelassen.

2019 war das Jahr, in dem ich von einem Familienmitglied Abschied nehmen musste.

Und zum Abschluss noch ein paar Vorsätze und Wünsche für 2020:

  • wie immer glücklich werden/glücklich sein
  • mich frei fühlen
  • meine mentale Gesundheit verbessern aka mein Leben mehr in den Griff kriegen
  • Norwegisch lernen
  • viel Reisen, viele neue gemeinsame Erfahrungen und Momente
  • Konzerte und durchtanzte Nächte

Random: Fashion News October

Happy Halloween!

Ich glaube, ich habe hier noch gar nicht richtig geteilt, aber ich bin seit August fester Bestandteil des Redaktionsteams des Slae. Magazine. Für mich eine wunderschöne Herausforderung und ein Dream come true, endlich als Fashion Writer schreiben zu können. Jedenfalls bin ich seitdem viel mehr up-to-date was so in der Modewelt passiert. Ich habe monatlich nicht nur verworfene Pitches, aber auch Gedankengänge und Artikel-Ideen, zu denen mir schlichtweg die Zeit gefehlt hat. Diese möchte ich hier gerne teilen beziehungsweise einen Kategorie schaffen, um diese an einem Ort zu dokumentieren und für später festzuhalten.

Hier ist also meine Sammlung von August bis Oktober:

  • Designer to watch from NYFW: In this article I would like to introduce the reader to a new designer, show their potential, review the show while finishing off with a strong personal opinion about the show. I have picked possible brands from NYFW for this section. I think either Self Portrait, Sies Marjan or Mansur Gavriel aesthetically might fit pretty well. 
  • Fashion Week in the digital age: I would like to write about how Savage x Fenty is showing their runway show during NYFW. They are streaming it afterwards on Amazon Prime. I would like to review the show & the experience as well as state my personal opinion on streaming services showing fashion shows.  
  • Tie Dye: Another comeback of the 90’s? Tie Dye was not only the trend of the summer, but was also really easy to recreate at home, all you needed was a white garment, a bowl of water, some string and some colour. In this article I would like to link this trend to a social trend. In today’s fast moving world, are we longing for analogue activities far away from our phones?
  • Buy your way into fashion week: Is the industry completely selling itself now? For London Fashion Week everyone can purchase tickets to attend selected shows. For a couple of hundred Euros one could also enjoy the show frontrow. I’m wondering whether this is beneficial for the industry? Does it lose its exclusivity? Are there no other and better ways to connect the public with the fashion industry? And is the industry finally selling itself now? 
  • Gucci model protest against exploitation of mental health by the fashion industry During the runway show of Gucci in Paris a model staged a silent protest by writing “mental health is not fashion” on her hands. I would like to write about this scandalous incident, its relation to the white jumpsuits worn at the beginning of the show (they hint at the clothes which are typically worn in mental institutions) as well as connect it to the bigger topic whether the fashion industry exploits mental health issues. 
  • Burberry’s show was carbon neutral: How to make a fashion show carbon neutral I’m really interested in exploring how Burberry made its fashion show carbon neutral. What steps does it take? How easy is it? Why did other labels not make carbon neutral runway shows either? Does this really help the environment? 
  • New trend in the modeling industry: Male Plus-size models With the most recent breakthrough of the body-positivity movement, even the fashion industry has adapted. One can see way more “plus-size” models as well as brands launching plus-size collection. Nevertheless, when thinking about plus-size models, one easily envisions female models, but what about the men? Drastically expressed:  Does society allow men to have a natural body/the kind of body they want? Are there any plus-size brands? Why is it so hard for tall men to find clothes? And why are male plus-size models now more booked than ever?
  • And some other topics: Business of Fashion is incredibly biased, Elle Germany mistakes black model and their racist October Issue, Ecosexuality, Saint Laurent Condoms, Simone Rocha released a new book, New Trend: Obscure glasses, Giambattista Valli collab with H&M

Personal: Summer’s ending

Glyptothek Kopenhagen, August 2019

Summer is over, it rushed by in a blur.

Ab morgen beginnt das neue Semester. Der Sommer ist also offiziell vorbei und ich habe gemischte Gefühle. Einerseits ging der Sommer so schnell vorbei, gleichzeitig war er mein schwerster Sommer geprägt von dem Gefühl festgefahren zu sein, Innenschauen und unzähliger Fragen ohne Antworten. Und all das, obwohl ich zeitweise so glücklich wie noch nie war. All das, obwohl ich wundervolle Menschen in meinem Leben und diesen einen ganz besonderen, liebenswürdigen, wunderschönen Menschen an meiner Seite habe. So viele geteilte Erinnerungen. Und ich glaube, wenn ich sie hier auflisten würde, würde sich die Frage stellen, warum der Sommer so durchwachsen war. Aber es geht eben um die kleinen Momente. Die Momente dazwischen.

Ich dachte, ich hätte einiges überwunden. Hatte nicht erwartet, dass mich die Panik wieder heimsuchen könnte. Jahre später, wieder nach Luft ringend im Bett liege und nicht mehr weiß, wie man atmet. Ich mich an manchen Tagen so taub fühle, alles ist gleichgültig und egal. Und ich es an anderen kaum schaffe, das Bett zu verlassen. All die Angst vor der freien Zeit. Ich habe vergessen was mich ausmacht, wer ich bin und wie ich ich sein kann.

Dennoch gibt es so viele Momente, die ich in mein Herz schließen möchte: Kopenhagen, Prag, neben dir aufwachen, mir die Füße aus dem Leib tanzen, Sonnenaufgänge, mit euch sein, Hundefell streicheln, neue Jobs und Herausforderungen, Coffee Dates, lange Spaziergänge und Telefonate, Gespräche, wieder anfangen zu schreiben. Ein altes Leben zusammenpacken, Briefe, Online Freundschaften, Spaghetti und Pizza, deine Arme, wieder Kraft und Mut sammeln. Eine Balance finden.

Photography: Deep Web @ Kraftwerk Berlin

Photos taken by me

Vor einiger Zeit war ich in der Ausstellung Deep Web im Kraftwerk Berlin. Es war beruhigend und magisch für ein paar Momente dem Alltag zu entfliehen, die 30 Grad draußen vor der Tür zu lassen und in das dunkle kühle Gebäude zu schlüpfen. Von der zweiten Etage aus konnte man die Lichtinstallation beobachten. Auf dem Boden sitzend oder auf die wenigen Bänke, den Kopf in den Nacken gelegt, sammelten sich einige Besucher unter den Lasern und sich bewegenden Kugeln. Passend zu bestimmten Geräuschen und elektronischen Klängen bewegten sich die Kugeln in einer Choreografie, mal hoch, mal runter, mal flackerten sie, mal stellten sie eine Art Welle dar.

Für mich der schönste Moment: Auf dem kalten Beton zu liegen, inmitten der Installation und die Lichtkugeln sich auf mich zu bewegen zu sehen. Es hat mich in einen Bann gezogen. Irgendwie magisch und galaktisch. Wie ein riesiger Sternenhimmel.