Travel: Plymouth – Mount Edgcumbe House & Garden

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„Kommst du später auch?“, fragt sie mich. Ich nicke vielsagend, während sie schon fast wieder aus der Tür raus ist und mir noch ein „Okay, see you later“ über die Schulter zu wirft. Konzentriert wende mich wieder der Nähprobe zu, lege Falten, übe.

Knappe 2 Stunden später dann, stoße ich wieder zu ihnen. Betrete den dunklen Pub, muss die Augen zu kneifen, um überhaupt was zu erkennen, lasse den Blick über die Menschen schweifen, bis ich sie schließlich in einer Sitzgruppe weiter hinten erspähe. Ziehe den Stuhl an den überfüllten Tisch, leere Teller und Cocktailgläser stapeln sich, die angeregte Gesprächslautstärke von überlagernden Lachen geprägt  und immer wieder wird auf die Nachrichten auf dem Fernseher an der Wand verwiesen. Kurz darauf lassen wir den dunklen Raum aber schon wieder hinter uns. Mit den Sonnenbrillen auf der Nase schreitet unsere 6er Gruppe voran, Ziel: die großen Grünflächen neben dem Leuchtturm. Zunächst geht es steil bergauf, die Wohnhäuser unter uns, als wir plötzlich ein paar Kirschblütenbäume entdecken. So wunderschön fährt der Wind leicht durch ihre rosa Wolken, werde von einem Hauch Glück erfasst, komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. So etwas banales, so schön. Und gleichzeitig so vertraut, war zunächst schon traurig den Kirschblütengarten zuhause nicht besuchen zu können. Wie immer werden die Handys gezückt: spontanes Fotoshooting. Mal nur mit Baum, dann die Füße im rosa Blütenmeer, jetzt noch ein Gruppenfoto.


 

Der Schmerz zerreißt mich schon wieder. Schnürt mir die Brust zu, ich bekomme keinen Luft mehr. Ich weiß nicht, wie ich diese 18 Tage überstehen soll. Irgendwie ist das der falsche Ort, immer nur noch Ablenkung und Betäubung am suchen. Darf ich Spaß haben, während zuhause alles zusammen fällt? Kann ich das hier noch genießen? Will ich das?

Eigentlich bin ich nur froh, wenn es vorbei ist und obwohl es sich falsch anfühlt das zu sagen, weil das hier ist mein großes Abendteuer gewesen, stimmt es auch zu einem gewissen Teil. Es hat mich so viel Kraft gekostet, mich so heftig unter Druck gesetzt und immer wieder zu doll an meine Grenzen gebracht.

Die letzten 2 Monate waren so schnell und so intensiv, ich hatte keinen Moment Pause, keine Ruhephase, ich bin ausgelaugt. Die Sicht verschwimmt schon wieder vor dem Tränenschleier. Ich weiß nicht, ob ich es noch schaffen werde, schon wieder stark zu sein. Ich weiß nicht, ob ich das nochmal kann. Ich merke, wie ich wieder in das dunkle Loch gezogen werde, wie mein Mindset wieder abgefuckt wird. Ich hatte mich soweit im Griff, war an die Einsamkeit gewöhnt, hatte noch das Hoch von Dublin im Blut und alles ging so wahnsinnig schnell, dass ich nicht anders konnte, als mitzuspielen. Aber ab der Sekunden, in der ich zurückkam ging es bergab. Ich habe bis heute noch nicht herausgefunden, warum wie und weshalb. Ich weiß nur, dass ich alte Habits wieder aufgegriffen habe. Alte Gefühle und Gedanken wieder zurück waren.

Ich weiß, sehr vieles hat mit der Einstellung zu tun. Ich muss das Tempo rausnehmen, war zu schnell, bis alles entglitt. Und kaum eine Ablenkung in Sicht, Konfrontation ist besser als Verdrängung und Leugnung. Ich muss das hier wieder genießen können, den Kampf aufnehmen, damit es nicht mehr nur noch darum geht, wieder einen Tag rumzubringen. Muss mehr genießen und versuchen mich zu wappnen.

Nur noch 18 Tage.


Dieser Post ist meinen letzten Wochen in Plymouth gewidmet. Die zwei Texte oben beschreiben diese Zeit ganz gut. Einerseits ging es mir, seitdem ich nach Pfingsten wieder kam, nicht so gut. Gerade in den 14 Tagen zwischen der Ausstellung und der Notenvergabe/meinem Umzug hatte ich so viel freie Zeit, zu viel. Ein Großteil der Freunde war schon abgereist und ich versuchte die Tage rumzukriegen, ohne zu doll in meinem Kopf zu sein. Rückblickend betrachtet war das letzte Jahr eine Achterbahnfahrt, eine Herausforderung. Natürlich war es nicht immer schlecht, ich schreibe nur eher in den schlechteren Momenten, es hat irgendwie eine reinigende Wirkung für mich und ist eben meine Art damit umzugehen.

In der freien Zeit habe ich endlich Plymouth so richtig kennengelernt und ich bereue es, nicht schon früher getan zu haben, ich habe endlich meine eigene Neugierde wieder geweckt. Durch lange Spaziergänge habe ich neue Ecken entdeckt, war viel am Wasser. Und an einem Tag bin ich mit einer Fähre nach Mount Edgcumbe gefahren und habe mir das wunderschöne Haus und den Garten dazu angeschaut.

Und natürlich ging es danach auch wieder bergauf. Ich habe mein Ziel erreicht und die Bestnote in meinem Foundation Diploma erreicht. Darauf folgte das letzte und fast beste Nightout des ganzen Jahres. Ich habe meine Zeit in diesem Land mit einer sehr verrückten Autofahrt, persönlichen Gesprächen, einem schönen Abendessen, den Freunden beim Klippenspringen zu sehen und Fish & Chips beendet. Also eigentlich ein super gelungener Ausklang.

 

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Travel: World Club Dome

 

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57431//All photos were taken a with disposable film camera//

Und weiter geht’s mit meinem Sommer…Nach Bristol bin ich wieder zurück nach Deutschland geflogen, für eine Woche Ferien in Deutschland.

Seit ein paar Jahren, ist es wie eine Art Tradition für mich auf den World Club Dome zu gehen, irgendwie bringe ich es nicht über mich, im Winter doch keine Tickets zu kaufen. Und so saßen dann auch dieses Jahr eine super gute Freundin – meine Top-Festival-Begleitung –  und ich im Auto auf dem Weg nach Frankfurt mit glitzernder Vorfreude im Bauch. Ich muss sagen, das Festival letztes Jahr hatte die Latte ziemlich hoch gelegt, würde es dieser Jahr noch besser werden? Würden die schönen Momente von letztem Jahr getoppt? Ich weiß nur, dass ab dem Moment, ab dem ich das Gelände betrat, es mir wieder gut ging.

Insgesamt hatte ich an dem Wochenende mega viel Spaß, es war genau der Kanal, den ich für all die aufgestaute Energie gebraucht hatte. Ich habe viele meiner Lieblings-Dj’s gesehen, allen voran natürlich Martin Garrix. Die Beine wurden müde getanzt, die Lungen leer geschrien und das goldene Konfetti verhing sich im Haar. Alles in allem ein unvergessliches Festival und ich freue mich schon riesig auf nächstes Jahr.

 

 

Travel: Bristol

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Diese Fotos sind ganz am Anfang dieses Sommers entstanden. Eine meiner besten Freundinnen hat mich in Plymouth für ein paar Tage besucht und wir haben einen Tagesausflug nach Bristol gemacht. Wir sind ohne großen Plan losgezogen, haben die Stadt erkundet, sind stundenlang spaziert, saßen am Wasser. Ich muss sagen, diese Art von Städte-Trips sind mir die liebsten: Wenn man ohne großes Programm einfach schaut, was passiert und wo es einen hin verschlägt. Insgesamt hat mir Bristol sehr sehr gut gefallen, man spürt den kreativen Spirit förmlich, der dort in der Luft liegt – bin schon ein bisschen neidisch auf meine Freundinnen, die dieser Jahr dort studieren..

Travel: Dublin

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Nachdem ich im Mai meinen Endgültigen Abgabetermin für FAD überstanden hatte und auch natürlich ein wenig gefeiert habe, bin ich nachts zum Flughafen gefahren und mit dem ersten Flug morgens nach Dublin zu meiner besten Freundin geflogen. Schon seit Wochen hatten wir geplant, dass ich sie besuchen komme. Alles in allem, war es ein wunderschönes Wochenende, an das ich mich sehr gerne erinnere. Es war schön, nun endlich ein Bild vor Augen zu haben, wenn sie von Orten erzählt, an denen sie gewesen ist wie ihr Arbeitsplatz, die Stammpubs oder den Strand.

Generell, glaube ich, habe ich dieses Wochenende sehr gebraucht. Einfach mal wieder mit ihr Zeit zu verbringen, an etwas anderes denken, als die Uni, ein bisschen unbeschwert sein, neue Orte entdecken, fotografieren etc.

Travel: Berlin, Berlin, Berlin

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In dem letzten halben Jahr war ich schon vier Mal in Berlin, was eigentlich schon relativ häufig ist, dafür dass ich dort gar nicht lebe. Im Durchschnitt war ich alle 2 Monate dort. Vorrangig hatte das natürlich mit den Unibewerbungen zu tun. Eigentlich will ich nicht wirklich, dass sich dieser Blog zu einem Reiseblog/-Tagebuch entwickelt, aber irgendwie bin ich im letzten halben Jahr so viel gereist. Dadurch habe ich jetzt relativ viel Material davon und weniger Modefotos, es wäre wirklich schade diese Bilder alle nicht zu teilen.

Little Berlin Moments:

  • Ausstellungen besuchen: Gianni Versace Retrospektive, Skalar, Museumsinsel, Wandelism, East Side Gallery, Bauhaus
  • So unglaublich viele Gefühle einfach, eine Achterbahnfahrt, zu oft war ich angespannt, voller Nervosität und obwohl es teilweise gefühlstechnisch einfach schlimm war und es mega anstrengend war, hatte ich aber gerade dabei so unglaublich viel Spaß und die besten Tage überhaupt
  • zu viele Mappenabgaben und Aufnahmeprüfungen
  • so viele neue coole Leute kennengelernt und erste Freundschaften geknüpft
  • so eine bunte Truppe, die durch Lidl stöbert auf der Suche nach essen
  • zusammen warten im Vorraum, klassische Musik, Sekt
  • immer weitergekämpft
  • verzwickte Momente an deinem Küchentisch, Freude im Unglück und besten Frischkäse
  • bin das erste Mal nach Berlin geflogen mit dem Kurs von der Uni aus England
  • Berlin auf eigene Faust erkunden, shoppen, endlich das Gefühl haben in der Freundesclique angekommen zu sein
  •  Schnee, Cafés, Kreuzberg, zu viele Eindrücke zum Verarbeiten
  • Freunde wieder treffen
  • per Zufall dieses geniale japanische Restaurant finden, U-Bahn Fahrten im Dunkeln
  • Berlin bei Nacht, um die Häuser ziehen auf der Suche nach Nachtisch
  • lange Zug- und Busfahrten, wieder so viel Zeit am Bahnhof verbringen, Zeitschriftenladen
  •  wieder nach Berlin fliegen
  • für ein paar Tage das Studentenleben schlüpfen, in der wunderschönen WG einer inzwischen viel besseren Freundin wohnen
  • gemeinsam einkaufen, kochen, magische Momente erleben, gute Gespräche
  • lange Spaziergänge in Mitte, dieser eine bestimmte Zeitschriftenladen
  • auf dem Spielplatz tollen, wie kleine Kinder und einfach sein und alles andere vergessen
  • gutes Gefühl nach der Prüfung haben
  • Spaziergänge durch Wedding
  • per Zufall über die schönsten Dinge stolpern, dieser Straßenmusiker, der einem Gänsehaut beschert
  • zum ersten Mal afrikanische Falafel essen, Gespräche mit Afrikanern am Imbiss, die uns über Shakalaka aufklären
  • und immer wieder U- und S-Bahn fahren
  • noch eine bekannte treffen, die inzwischen zur Freundin wurde