Outfit: Heaven in Hiding

T-Shirt: Halsey Merch // Jeans: Bershka // Shoes: Dr Martens // Jewelry: 2nd hand

Es war an ihrem Geburtstag, als ich dir diesen neuen Teil von mir gezeigt habe, der schon so viel länger da ist.

Ich wusste noch nicht mal mehr, ob ich ihr gratulieren sollte. Konnte nicht mehr abschätzen, ob sie das überhaupt noch wollte. Ich muss an unsere letzte Unterhaltung vor ein paar Wochen denken. Als wir uns nach einem Jahr wieder sahen, an diesem kalten Abend voller Menschen, zu sehr in den stillschweigenden Worten gefangen. Irgendwie hatte sie mir nicht mehr zu sagen oder ich ihr, es fühlte sich nicht mehr echt an. Sind das jetzt wir? Diese gezwungenen Lächeln, Blicke, das schnellstmöglichen Entkommen der Situation. Wann haben wir die Abzweigung verpasst? An diesem einen Oktobermittag auf deinem Bett und meiner dunklen Laune? Oder war es schon so viel früher?

Zunächst ist es nur eine beiläufige Bemerkung, dann ziehe ich meine Seele blank unter dem Glasdach der Straßenbahnhaltestelle. Stehe in der Ecke und rede über all die Dinge, die schon lange das sind, die ich aber noch nie so detailliert ausgesprochen habe. Erfahrungen, die ich bis jetzt nur für mich aufbewahrt habe. Gedanken, Gefühle, Sicherheiten in der Unsicherheit.

Dieser große Schritt, der sich so besonders angefühlt hat, weil du mich schon so lange kennst. Das Prickeln im Nacken, es ist aufregend erleichternd zugleich, obwohl es nie eine Bürde darstellte. Eigentlich ist es doch so normal und dann wieder doch nicht. Aber sobald ich anfing es in Worte zu verfassen und du immer mehr nachfragst, ist es nicht mehr zu stoppen. Während wir erst durch die Nacht fahren, dann laufen, führen wir einige der ehrlichsten Gespräche unserer Freundschaft, zumindest für mich. Und ich realisiere, wie tiefgreifend das doch alles ist.

Werbeanzeigen

Personal: 100 letters

Processed with VSCO with m5 preset

Processed with VSCO with m5 preset

// The Pictures were taken at the Bread && Butter / Blouse: Mango / Pants: Asos / Shoes: Vans //

Du meldest dich wieder. Nach 4 Monaten, fast 5, 134 Tage. Du meldest dich wieder. „Hii“, mit Doppel-I, als würde eins nicht genügen. Zwei sind mehr als eins, als wolltest du mir zeigen, wie doll du dich bemühst. Du kannst die Dinge nicht ohne mich, es braucht immer zwei. Allerdings weißt du nicht, dass ich genauso gut kaputt gehen kann, ohne dich. Ein bisschen wie diese zwei I’s, ein bisschen verloren, der Kopf ganz weit weg vom Körper, wir sind am abdriften, ganz weit weg.

Ich öffne die Nachricht und lasse sie unbeantwortet, lasse sie verschwinden. Dieses „Hii“ kann alles bedeuten, nur ich will dir die Angriffsfläche nicht geben. Will dich nicht ermutigen, um dich wieder abblitzen zu lassen. Ich habe meinen Schlussstrich vor 134 Tagen gezogen.

Ich kann mich nicht mehr an dein Auto erinnern, dein Gesicht verschwimmt langsam. Habe dich aus meinen Gedanken gestrichen, keinen mehr an dich verschwendet. Und trotzdem kann ich nicht glauben, dass du immer noch an mich denkst, dass ich noch in deinem Kopf herumspuke. Was musst du wohl in mir sehen, was für ein verdrehtes Bild du von mir haben musst. Irgendein Ideal.  Und wie oft du nur darum kämpfst. Vielleicht ist es das, was dich anheizt.

Denn weißt du, würde ich mich darauf einlassen, würde es nur auf eines heraus hinausführen, nämlich nirgendwohin. Wir werden wieder die gleiche Sackgasse erreichen, werden uns im Kreis drehen, zu keinem Schluss kommen. Ein leichter Zeitvertreib, ein Ziehen, genau das sind wir. Obwohl genaugenommen gab es dieses „w i r“ nie, nur in meinem Kopf. Ein Echo der Realität. Eine Gedankenspinnerei, ein was-wäre-wenn.

Outfit: It’s easy to lose yourself, I know

7c3b8503-8e3d-49b3-a4ad-20d6e33041f1736ef0e7-a368-4aae-a4fd-64bbdbdfab5ebaebd448-5752-4afc-a78b-6c8721f6c5f8fca8a9bd-9775-411a-a3fa-1dc931a9e7c5224c39b2-f729-43d5-92a0-77bcacd07af00a5d34ca-0cf9-4aea-9e4b-f23716ee4dea

Sweater: selfmade // Pants: Mango // Shoes: Vans

Es tut so gut mit dir spontan zu sein. Lass mal rausfahren sagtest du, einfach ein bisschen weg, nicht zu weit, aber gerade weit genug, um vor allem Anderen zu fliehen. Es hinter uns zu lassen, einfach mal wieder unbeschwert sein. In den ersten Momenten fällt es schwer, will nicht immer die Pläne ändern, hasse und mag das gleichzeitig an dir, so bleibt es interessant. Es fühlte sich so unwirklich an, später aus dem Auto zu steigen, wie im Film entflohen wir dem intensiven Gespräch auf engen Raum, gehen über den leeren Parkplatz in der tiefschwarzen Nacht, nähern uns dem hellerleuchteten Gebäude. Das Koffein in den Adern, zu viele Wortschwälle, wie Wellen, im Kommen am Gehen, mal seicht und dann wieder leise, geteilte Stille durchbrochen von Gelächter. Zu viele geträumte Realitäten, impulsive Ideen, wage Stimmungen, ständig am auftauchen. Und auch als uns später die Dunkelheit wieder umhüllt, du das Radio aufdrehstest und ich mich einfach nur gut fühle. Einfach bin, in diesem Moment, dir beim Singen zuhöre, komische Tanzbewegungen mache und der Landschaft beim vorbeireißen zusehe. Denn genau das sind die Momente, warum wir hier sind. Die mich hierbehalten, obwohl ich sie woanders auch haben könnte. Die Augenblicke, die einen Unterschied machen, die so pur und naiv sind. Die das warme Gefühl von Zusammengehörigkeit vermitteln, die diesen Platz okay machen, ihn so gut werden lassen. Wie damals, als wir uns zu sechst in das Bett kuschelten, mit den wundgetanzten Füßen, all die ehrlichen Worte in deinem Raum. All die Erinnerungen auf der Couch, die Sekunden, in denen wir aufeinander aufpassen, auf den flimmernden Bildschirm schauen, du kochst, wir lachen, Musik. In der Dunkelheit bekannte Wahrheiten sagen, die Nacht zum Tag machen und einfach sind. Die Sorgen für wann anders aufheben, die Episoden auf morgen verschieben, denn wir haben sie alle und uns einfach nur gegenseitig verstehen. Denn das ist es, was zählt, am Ende und das ist es, woran wir uns irgendwann mal erinnern werden.

Hoffentlich.


Dieser Text ist auch ein eher älterer, habe ihn glaube ich irgendwann Anfang Dezember geschrieben, weiß das nicht mehr so genau…

In der Zwischenzeit ist so viel passiert, habe es einfach nicht mehr geschafft mich hier zu melden, obwohl ich mir das doch so sehr vorgenommen hatte. Aber ich glaube, ich werde versuchen mir hier keinen Stress zu machen, hab davon schon genug. Werde es einfach fließen lassen, schreiben, wenn ich mich danach fühle und nichts erzwingen. War über Weihnachten zuhause und es war so schön, genau die Pause, die ich brauchte. Habe nicht nur viel mit der Familie unternommen, Bücher gelesen, war auf dem LANY Konzert, zu viel gutes Essen gegessen, Freunde wiedergesehen, war aber auch sehr mutig, habe mir meinen ersten Piercing stechen lassen, den ich schon so lange wollte. Eigentlich ist er nichts besonderes, ein Helix, wie ihn so viele andere auch haben, aber mich hat er ein Stück wieder komplett gemacht. Denn darum ging es ebi mir in diesen zwei Wochen in der Heimat: wieder komplett werden, wieder zu mir zurückfinden.

Allerdings, als ich zurück in die Unistadt gefahren bin, ist das alles wieder zusammengestürtzt. Hatte erstemal eine heftige Panikattacke über mehrere Tage, zu viel Angst wieder zu dem Zustand zurückzukehren, in dem ich vor Weihnachten gewesen bin. Außerdem musste ich mich wieder an das Alleinesein gewöhnen. Zu vieles hat sich wie ein Dejà-vu angefühlt, das leere Haus, erstmal kein WLAN, die gleichen Sachen gekauft. Silvester habe ich mit den Mädels von der Uni verbracht.

Nachdem ich die ersten vier Tage Uni überstanden hatte, ging es für mich aber erstmal  für ein Wochenende nach Birmingham, um meine beste Freundin zu treffen. Und das war genau das, was ich gebraucht habe. Und es war so gut, obwohl ich zuvor so sehr angezweifelt hatte, ob ich das überhaupt schaffe, durchzuhalten, stark zu sein und dahin zu fahren. Aber sobald ich das strahlende Lächeln gesehen habe, wir die ersten Lachkrämpfe und One Direction Dance Sessions hinter uns hatte, wusste ich das es das richtige war. Alles war irgendwie noch wie früher, so vertraut, zuhause.

Die Woche danach war wieder sehr durchwachsen, ständige Zweifel, aber auf dem Weg der Besserung und Samstagmorgens bin ich wieder der Stadt entflohen. Diesmal ging es für mich nach London. Hatte mich schon seit Ewigkeiten auf dieses Konzert gefreut (The Hunna), war aber ein bisschen beunruhigt, weil es mein erstes größeres Konzert (mehr als 300 Leute) alleine war. Jedoch habe ich vorher super nette Mädels kennengelrnt, mit denen ich einen tollen Nachmittag verbracht habe. Und dann an der Venue habe ich auch sofort eine super Clique gefunden und daher das beste Konzert überhaupt gehabt. So viel Adrenalin, ich habe mich so wohl gefühlt, es war genau der Ort, an dem ich sein sollte.

Dieses Hoch habe ich zum Glück auch irgendwie geschafft mir die nächste Woche(n) beizubehalten. War ab jetzt mehr ausgeglichener und habe mich zur Ablenkung in Arbeit gestürtzt. Hatte zwei sehr taffe Wochen, die nicht nur die Erstellung meines Portfolios und Bewerbungsprozesse in sich hatten,  aber auch das Herstellen meines Final Pieces für diese Unit. Im Endeffekt habe ich alles geschafft und letzte Woche nun Abgabetermine gehabt.

Jetzt sind nur noch einige kleine Besorgungen, eine Präsentation und ein Briefing zu schaffen, bevor es für mich wieder in die Heimat für eine Aufnahmeprüfung geht – drückt mir die Daumen!

xx

Outfit: Autumn’s finally here

autumns coming 1

 

autumns coming 2

T-Shirt: Modström // Blouse: self made // Boyfriend Jeans: Mango // Shoes: Asos

So, autumn’s finally here. And my life is busy. This busy that I don’t even have time to post.

Autumn’s finally here. And I’m thinking about talking to people. You should know, I’m more the kind of deep-talking one and smalltalk  exhaustes me.

Autumn’s finally here. And rain drops against my window. I spent a lot of time reading and painting. Putting my feelings into art and thinking about life.

XX

GiaG