Personal: 100 letters

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// The Pictures were taken at the Bread && Butter / Blouse: Mango / Pants: Asos / Shoes: Vans //

Du meldest dich wieder. Nach 4 Monaten, fast 5, 134 Tage. Du meldest dich wieder. „Hii“, mit Doppel-I, als würde eins nicht genügen. Zwei sind mehr als eins, als wolltest du mir zeigen, wie doll du dich bemühst. Du kannst die Dinge nicht ohne mich, es braucht immer zwei. Allerdings weißt du nicht, dass ich genauso gut kaputt gehen kann, ohne dich. Ein bisschen wie diese zwei I’s, ein bisschen verloren, der Kopf ganz weit weg vom Körper, wir sind am abdriften, ganz weit weg.

Ich öffne die Nachricht und lasse sie unbeantwortet, lasse sie verschwinden. Dieses „Hii“ kann alles bedeuten, nur ich will dir die Angriffsfläche nicht geben. Will dich nicht ermutigen, um dich wieder abblitzen zu lassen. Ich habe meinen Schlussstrich vor 134 Tagen gezogen.

Ich kann mich nicht mehr an dein Auto erinnern, dein Gesicht verschwimmt langsam. Habe dich aus meinen Gedanken gestrichen, keinen mehr an dich verschwendet. Und trotzdem kann ich nicht glauben, dass du immer noch an mich denkst, dass ich noch in deinem Kopf herumspuke. Was musst du wohl in mir sehen, was für ein verdrehtes Bild du von mir haben musst. Irgendein Ideal.  Und wie oft du nur darum kämpfst. Vielleicht ist es das, was dich anheizt.

Denn weißt du, würde ich mich darauf einlassen, würde es nur auf eines heraus hinausführen, nämlich nirgendwohin. Wir werden wieder die gleiche Sackgasse erreichen, werden uns im Kreis drehen, zu keinem Schluss kommen. Ein leichter Zeitvertreib, ein Ziehen, genau das sind wir. Obwohl genaugenommen gab es dieses „w i r“ nie, nur in meinem Kopf. Ein Echo der Realität. Eine Gedankenspinnerei, ein was-wäre-wenn.

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Moondancer Zine: And Inbetweens

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Vor ein paar Wochen habe ich mein Zine vom Sommer 2015(?) wieder aufleben lassen. Manchmal benötige ich einfach eine Möglichkeit meine Kreativität rauszulassen, und meine Gedanken und Gefühle zu ordnen. Und manchmal passt dies eben weder in mein Journal, noch so richtig zu meinem Blog. Es ist anstrengend die kursiven Texte zu schreiben, ich durchlebe dann nochmal alles, nur in bestimmten Momenten fühle ich mich danach. Zudem benötigen sie eine Menge Zeit, deshalb ich nicht immer motiviert bin, etwas zu posten bzw. es mir vornehmen und dann doch wieder lasse. Und doch, trotz alledem, gehören sie irgendwie zu mir und ich möchte sie nicht missen.

Ähnlich ging es mir mit dem Zine, ich hatte mir vorgenommen jeden Monat eins zu machen. Ja, man sieht ja wie gut das geklappt hat. Für April habe ich sogar noch Fotos aufgenommen, aber das wars dann auch wieder. Die Prüfungen sind dazwischen gekommen, ich in nervtötender Gleichgültigkeit und dann lebe und erlebe ich in letzter Zeit lieber. Ich versuche mutig zu sein und Freundschaften zu pflegen, plane und bereite den Sommer vor. Wie dem auch sei, dieser Blog war die ganze Zeit ein Teil von mir und ich möchte ihn auch weiterhin ein Teil sein lassen. Ok, ich weiß auch nicht, woher diese plötzliche Sentimentalität und der DeepTalk herkamen. Ich glaube, ich musste das einfach mal sagen, zu Papier bringen, was auch immer.

Zurück zu dem Zine. Ich habe es in zwei Nachmittagen fertiggestellt. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht und mich von den richtigen Sachen abgelenkt. Alle Fotos sind übrigens aus diesem Winter und hauptsächlich von meinem Tages-Trip nach London (der Uni wegen).

-`Inspiration: March´-

march 2

march 1

march 3

march 4

All pics from Pinterest – I do not own any of them.

Ich dachte, es wäre mal wieder Zeit für einen Inspirationspost. Mir gehört keins der Bilder, ich habe lediglich die Collagen zusammengefügt und den Text geschrieben.

Die letzten Tage war ich ständig am  Meer, habe Musik gehört und gelesen. Es ist nicht wirklich etwas Wichtiges passiert. Ich versuche eher zu entspannen und kreativ zu sein. Gestern wurde ich dann wegen dem ganzen Chaos um das Instagram-Update ein bisschen aufgemischt. Habe schnell bei allen die Notifications angeschaltet und jetzt bekomme ich ständig zu viele Nachrichten, obwohl sich nun doch nichts ändern wird?! So kann man natürlich auch die Aufmerksamkeit seiner Nutzer auf die App ziehen…

  Wie auch immer, habt einen schönen Tag!

-`Inspiration: January´-

Diese Woche war einfach zu viel los. Ich habe mich mit mehreren Freunden getroffen, bin für 2 Tage nach München gefahren und habe gestern noch eine Freundin verabschiedet, die ich wahrscheinlich für das nächste halbe Jahr nicht mehr sehen werde. Aus diesem Grund heute nur ein paar Moodboards, ausführlichere Posts gibt es dann hoffentlich im Laufe der Woche oder spätestens nächsten Sonntag.

Moodboard 1

Moodboard 2

Moodboard 3Source: Pinterest

Outfit: I’m a Goner. Somebody catch my breath.

goner 13

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Coat: Urban Outfitters // Jeans: Levis // Turtle-neck Sweater: 2nd Hand // Shoes: selfmade // Polaroid Camera: 2nd Hand

Vor ein paar Wochen war ich zum allerersten  Mal alleine im Kino. Und ich muss sagen, es war toll.

Es war einer dieser regnerischen Tage  und ich bin in eine Nachmittagsvorstellung gegangen. Dienstags. Es war ruhig. Bis auf die Frauen neben dem Eingang, die auf Plastikstühlen saßen und vor lauter schallender Gesprächigkeit ihre Popcorntüten auf den Boden fallen ließen. Ich fühlte mich wohl und habe zunächst mein Buch gelesen.  Als es an der Zeit war, ging ich in den viel zu großen, mit Samt bezogenen Klappstühlen gefüllten Saal. Ich hatte freie Platzwahl. Außer mir waren nur 4 weitere Personen in dem Kino. Alles Frauen älter als ich. Ich weiß nicht, was ich anderes erwartet hatte, um  diese Uhrzeit. Und an so einem Tag. Als der Film begann, tauchte ich in eine andere Welt ab. Es war beinahe magisch. Natürlich habe ich anfangs die Anderen noch registriert, vor allem die beiden Rentnerinnen in der Reihe vor mir. Aber als dann eine der Protagonistinnen vom Boot fiel, in den eiskalten See, und ich lauthals aufschrie, bemerkte ich, wie weit ich von der Realität entfernt war. Wie sehr mich die Geschehnisse auf der Leinwand in ihre Realität entführt hatten. Während des Abspanns versuchte ich, zurück zu finden, aber es gelang mir nicht wirklich. Ich saß paralysiert und traurig auf meinem Stuhl. Vielleicht muss ich an dieser Stelle anmerken, dass der Film generell sehr traurig war. Aber nicht auf die Art von Traurigkeit, die plötzlich auftaucht und schnell wieder verschwindet. Beinahe flüchtig wie eine Windböe. Nicht die, die oberflächlich ist, sondern die Traurigkeit, die bei dir bleibt. Die dich auf dem Nachhauseweg begleitet. Und dich zum Nachdenken anregt. Die Art, die tief in dir verwurzelt ist. Ich verließ als eine der letzten den Kinosaal. Um nach draußen in die Kälte zu treten, in Gedanken noch ganz bei dem Film. Je weiter ich in Richtung Stadtzentrum ging, desto mehr umhüllte mich der Nebel. Meine Lieblings-Indie-Playlist tönte aus meinen Kopfhörern, während mich der Nebel in der Dämmerung einfasste und die Lichter der Autos in leuchtende Kreise verwandelte. Alles war weiß, lila, gold oder taubenblau. Und in dem Moment erschien auch meine Realität unrealistisch. Fiktiv. Melancholisch. Überstrahlend. Magisch.

Ich verstehe nicht, warum für so viele Menschen alleine ins Kino zu gehen ein Tabu ist. Als ich in den nächsten Tagen auf die Fragen meiner Freunde antwortete, dass ich alleine im Kino war, schaute mich jeder sofort mit diesem betroffenen mitleidigen Blick an. Hier eine Beispielunterhaltung:

Er: „Und wie war dein Dienstag so?“

Ich: „Gut, ich war im Kino“

Er: „Ach stimmt. In welchem Film  nochmal?“

Ich: „4 Könige“

Er: „Aber doch nicht alleine oder?“ (mitleidiger Blick) – Sein Gesichtsausdruck sagte, dass er mit mir fühlt. Und dass er verstanden hatte,  dass ich angeblich keine Freunde hatte, die mit mir gingen. Was nicht stimmte. Ich hatte mich bewusst dafür entschieden alleine zu gehen. Ich wusste, dass keiner meiner Freunde diesen Film verstehen und sich langweilen würde. Und dadurch hätte ich den Film nicht mehr genießen können. Gute Indiefilme geben mir immer dieses bestimmte Gefühl, welches sich sicher nicht eingestellt hätte, wenn mich jemand begleitet hätte.

Des Weiteren gehen meine Freunde nur ins Kino, um gemeinsam Spaß zu haben, was ihr Unverständnis zeigte. Ich meine, ich gehe auch oft ins Kino aus demselben Grund. Aber manchmal möchte ich einfach einen Film anschauen, um des Films willen. Und das kann ich einfach am besten alleine.

Ins Kino allein  zu gehen, ist fast wie alleine den Film auf dem Laptop anzuschauen, nur dass man nicht auf dem Bett, sondern auf einem mit Samt bezogenen Sessel sitzt. Man ist gemeinsam allein. Es ist nichts schlimmes. Beinahe wie alleine ins Museum oder in ein Café zu gehen.

Ich denke, um glücklich sein zu können, muss man sich selbst leiden können. Und das geht eben nur, wenn man mit sich allein ist. Das heißt natürlich nicht, dass man einsam ist. Man muss nur lernen sein eigener bester Freund zu werden.