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Dress: Monki // Raincoat: Asos // Tights: Asos // Shoes: Dr. Martens // Mag: Nylon Germany

Ich rieche noch nach dir. Ich liege in meinem Bett, die Dunkelheit umhüllt mich und meine Haare und meine Haut strahlen noch deinen wohligen Duft aus. Lasse den Tag wie so oft Revue passieren. Du lenkst mich vom Schlafen ab. Meine Gedanken kreisen um dich, wenn ich meine Augen schließe, kann ich vielleicht noch den Schatten deiner Arme auf meiner Haut spüren. Dein heißer Atem stoßweise an meinem Ohr. Eigentlich kenne ich dich nicht, nur deinen Namen sagtest du irgendwann ganz beiläufig, gerade so laut, dass nur ich ihn wahrnehmen konnte. Und trotzdem fühlte es sich so gut an, einfach von dir gehalten zu werden, für einen Abend das vetraute Gefühl der Geborgenheit. Unsere verflochetenen Finger.

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie genau du hinter mich gekommen bist, aber irgendwann warst du plötzlich da, in der springenden tanzenden Festivalmenge – direkt hinter mir. Zuerst  trat ich dir aus versehen auf den Fuß und im nächsten Moment saß ich halb auf deinem Schoß, es ging plötzlich alles sehr schnell. Zusammen knienten wir in dem Gewirr aus Knien und Beinen, dein Arm mehr als Stütze an meiner Hüfte, doch nachdem wir schreiend zum Beat nach oben sprangen, hast du ihn einfach da ruhen gelassen und bis wir uns verabschiedeten, nicht mehr von dort wegbewegt. Schlangst beide Arme um meine Taille, vergrubst dein Gesicht an meinem Hals. Während alle wild zu dem Set meines Lieblings-DJs tanzten, versanken wir zusammen in dem Meer aus Konfetti, bewegten uns synchron, wie eines dieser klebsüßlichen Pärchen. Ich küsste dich zu „There for you“, genau wie ich es in der Sekunde beschlossen hatte, als deine Lippen die weiche Kuhle oberhalb meines Schlüsselbeines zum ersten Mal berührten. Es war heiß, wir schwitzten, schwankten zur Musik.Wie von einem unsichtbaren Magneten angezogen, fanden deine Fingerspitzen immer wieder den Weg zurück an meine Taille.


In meinem Kopf schwirren Gedanken, fertig ausgereifte Bilder kreisen umeinander, ich kann den Wirbelsturm nicht aufhalten. Es ist zu spät. Ich bin wieder weich geworden. Und jetzt liege ich hier und denke nach und langsam beginne ich zu realisieren, was ich eigentlich schon wusste. Und es schmerzt, ich will es wegschieben, es wieder verdrängen, bin doch sonst so gut darin. Ich glaube, ich entwickele Gefühle, habe es doch gerade erst über den letzten Berg des Wahnsinns geschafft, habe mein Herz wieder zusammen geflickt. Ich will nicht, dass es sich wieder wiederholt, ich will nicht wieder zu dieser Person werden, die ich letztes Mal war und die so gar nicht ich war. Eigentlich mochte ich dich immer. Und jetzt habe ich dieses Ideal von uns beiden in meinem Kopf, das da einfach nicht mehr wegzudenken ist. Ich steigere mich mal wieder zu sehr in eine Idee, eine Idee von dir, verharre, verkrampfe, denn so wird es nie sein. Und das ist es, das ich verstehen muss, es scheint nur in meinem Kopf.

 


Ich sollte drigends damit aufhören, auf dem Parkplatz nach deinem Auto Ausschau zu halten, denn es ist nicht mehr da. Du bist nicht mehr da. Und ich weiß nicht, wann du es das nächste Mal sein wirst. Ob es ein nächstes Mal überhaupt geben wird.

 

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